Eine Zinnfigur reist um die Welt

»Der Papyrer von der Göltzsch«

Der Papyrer von der Göltzsch in einer Box

Abbildung 1: Das Kooperationsprojekt »Papyrer von der Göltzsch« stellt zwei alte Handwerkskünste in den Fokus: Die Herstellung von Papier und das Zinngießen. Die Box zeigt eindrucksvoll auf, dass sich Nachhaltigkeit und hochwertige Verpackung für Luxusartikel kombinieren lassen. Quelle: Koehler Paper SE

In einer ökologischen Luxusverpackung befindet sich zur Zeit eine kleine Zinnfigur auf Weltreise. Gemeinsam mit der Papierfabrik Koehler in Greiz, dem Nürnberger Verpackungshersteller RISSMANN, der druckpartner GmbH aus Essen und dem Zinnfigurenherausgeber bellazinnfigur wurde das Projekt »Der Papyrer von der Göltzsch« gestartet.

Vor kurzem fand in der Vogtlandhalle in Greiz der Auftakt für dieses internationale Projekt statt. Anwesend waren Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Presse. Der MDR, die Funke Mediengruppe und andere Medien haben bereits ausführlich berichtet. Der Papyrer von der Göltzsch wird dann als nächstes auf der Luxe Pack Messe in Shanghai und im September in Monaco vorgestellt. Weitere Veranstaltungen sind noch in diesem Jahr in London, Hamburg und im Essener Weltkulturerbe Zeche Zollverein geplant. Mit den internationalen Vertriebsnetzen von Koehler und RISSMANN wird das Projekt auch in den USA, Asien und Australien präsentiert.

Die Box ist streng limitiert und wird nicht verkauft. Sie ist ein Musterbeispiel dafür, wie sich traditionelle Handwerkskünste und Nachhaltigkeit vereinen lassen. Es soll demonstriert werden, dass Recyclingpapiere und -kartons den höchsten Ansprüchen an Eleganz und Qualität gerecht werden. Die beteiligten Unternehmen wollen mit diesem Projekt einen Beitrag zur Nachhaltigkeit, zur Förderung der schönen Handwerkskünste und sinnlicher Medien leisten. Papier und Zinn ergänzen sich dabei. Das Unternehmen Koehler in Greiz an der Göltzsch im schönen Vogtland stellt als einzige Papierfabrik in Europa edle Kartonagen ausschließlich aus Recyclingpapier her. Alle Papiere sind mit dem Blauen Engel ausgezeichnet.

Die luxuriöse Box enthält außer der beidseitig gravierten 54 mm Zinnfigur ein hochwertig gedrucktes und veredeltes Booklet mit Wissenswertem zum »Papyrer von der Göltzsch« und eine Postkarte. Die von Regina Sonntag in Schieferstein gravierte Zinnfigur stellt einen Papierschöpfer Ende des sechszehnten Jahrhunderts an seiner Bütte dar. Im Hintergrund ist auf einem Aquarelldiorama des Leipziger Künstlers Sascha Lunyakov eine historische Papierwerkstatt zu sehen. Das Motiv wurde speziell für dieses Projekt kreiert. Seit über 400 Jahren wird an der Göltzsch im Vogtland hochwertiges Papier geschöpft.

Die Kartonbox mit der Zinnfigur wurde von verschiedenen nationalen und internationalen Institutionen, wie dem Bundesumweltministerium, der Europäischen Kommission oder dem Forest Stewardship Council (FSC) zertifiziert. Gemeinsam mit der Zinnfigur steht sie als Referenz für die schönen Handwerkskünste, für Nachhaltigkeit und sinnliche Medien. Die beiden Handwerke, das Papiermachen und die Schaffung kulturhistorischer Zinnfiguren werden vereint. Die beteiligten Kooperationspartner wollen mit diesem Projekt eine Botschaft für hohe Kunstfertigkeit, für verantwortungsvolles Schaffen, für ein Zurück zu den Sinnen und für den nachhaltigen Umgang mit unseren Umweltressourcen sein.

Weitere Informationen sind im Internet auf der Homepage www.papyrer.de zu bekommen. Dort kann sich jeder Interessierte auch das Booklet als PDF in deutscher und englischer Sprache herunterladen. In der ARD-Mediathek findet sich mit dem Suchbegriff »Luxusverpackungen« ein Dokumentarfilm des MDR über das Projekt.

Abbildung 2: Die von Martin Lother in Farbe inszenierte Musterfigur konnte beim Auftakt in Greiz bewundert werden und befindet sich nun in den Empfangsräumen der Koehler GmbH in Oberkirch.

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